DAS ENDE…DAS ENDE…
Fast vier Monate sind seit meinem letzten Blogpost vergangen. 120 Tage, die vor allem eines waren: prall gefüllt mit Romanen und Biografischem eines Schriftstellers, den ich jetzt noch besser kenne, noch mehr verstehe und … ja, in dessen Sprache ich mich noch ein bisschen mehr verliebt habe.

In seinem Jubiläumsjahr (150. Geburtstag) wollte ich meinen diesjährigen Herbst Buchclub unbedingt Thomas Mann und drei seiner Romane widmen, zwei davon echte Mammuts. Bei dieser Entscheidung hatte ich allerdings noch keine Ahnung, dass er mich ab sofort auf Schritt und Tritt, auf Sofas und Parties, an Goldfischteiche, unter Sonnenschirme, in Betten und Bahnen, zu Wartebereichen in Flughäfen und Warteschlangen in Supermärkten begleiten würde.
Und jetzt? Der Buchclub ist beendet. Und ich? Hab‘ Entzugserscheinungen, keine Frage. Entsprechend groß meine Freude, wenn ich plötzlich Menschen begegne, die ebenfalls gerade auf irgendeine Weise mit Manns Literatur verbunden sind. So möchte ich Danke sagen an Marion, Heike, Horst, Sven und an Claudia, die auf diesem Foto zu sehen ist, wie sie gestikulierend in einem Café begeistert von zwei BBC Reden von Thomas Mann erzählt, die sie noch ein paar Minuten zuvor gelesen hatte (nein, sie wusste nichts von meinem Buchclub). Hei, Claudia, gute Heilung für deine Hand. Und weißt du was? Sieht sie nicht aus wie Hans Castorp, der Held (der Held?) im Zauberberg, der sich mühsam vornüber gebeugt durch das Schneewanderungs-Wahnsinnstraumkapitel kämpft?
P.S.: Der Zauberberg ist übrigens meine Winterempfehlung, wenn ihr Lust habt, euch zwischen den Jahren ein bisschen zu verlieren und zu verlieben. (Schreibt mir, wenn es geklappt hat, ja?) Ach, übrigens: erstmal einfach alles hemmungslos überblättern, was zu sperrig wirkt. Es bleibt noch jede Menge Fantastisches übrig. Und das Ende… das Ende…
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